
Ein ruhiger Zwischenstopp an der Küste
Senj war für uns kein klassischer Reiseziel-Stopp, sondern eher eine Übernachtungsstation auf dem Weg Richtung Plitvicer Seen.
Wir wollten die Strecke sinnvoll aufteilen und haben deshalb eine Nacht in Senj eingeplant. Rückblickend war das genau die richtige Entscheidung, auch wenn der eigentliche Ort selbst für uns eher ruhig und unspektakulär war.
Bereits bei der Reiseplanung waren wir auf eine Wanderung zu einem Schiffswrack in der Nähe aufmerksam geworden. Deshalb legten wir unterwegs einen Stopp in Jablanca ein, von wo aus der Weg zum Wrack beginnt.
Die Wanderung zum Schiffswrack
Wir sind die Tour mit unserer Kraxe gegangen und würden das auch klar empfehlen. Mit Kinderwagen ist der Weg aus unserer Sicht eher ungeeignet, da er hauptsächlich aus Schotter besteht.
Der Weg selbst ist nicht besonders schwer, er hat keine Steigungen und ist wirklich auch mit laufendem (Klein-)kind gut machbar.
Unterwegs hat man immer wieder schöne Blicke auf das teils türkisblaue Meer und die Küste.
Nach dem Großteil der Strecke befindet sich ein kleines Kassenhäuschen, an dem eine Eintrittsgebühr bezahlt wird. Dann ist es auch nicht mehr weit, bis man ans Ende der Tour gelangt.
Das Schiffswrack – schönes Ziel mit besonderer Atmosphäre
Am Ziel angekommen liegt das Schiffswrack direkt im Wasser.
Die kleine Bucht liegt eingebettet zwischen den Hügeln der Küste und wirkt fast ein wenig abgeschieden. Das Wasser ist klar und die Kulisse insgesamt wirklich schön.
Allerdings hatten wir dort auch mit vielen Mücken und Fliegen zu kämpfen, sodass wir uns nicht allzu lange aufgehalten haben.
Mein Mann schaute über Komoot nach einer alternativen Route zurück. Die App hat uns auf Reisen schon oft geholfen und ist aus unserer Sicht generell eine gute Unterstützung bei Wanderungen und Ausflügen.


Der Rückweg – Alternativroute mit Aussicht
Wir entschieden uns schließlich für eine alternative Route mit einigen zusätzlichen Höhenmetern. Über zahlreiche Stufen führte der Weg hinauf zu einem Aussichtspunkt mit wunderschönem Blick auf die Küste und das Meer.
Dort legten wir eine kleine Pause ein. Unser Sohn durfte aus der Kraxe und erkundete begeistert die Felsen und alten Mauern rund um den Aussichtspunkt. Bei einem kleinen Picknick genossen wir die Aussicht auf das Meer – wohl wissend, dass dies unser letzter Tag an der kroatischen Küste sein würde.
Der weitere Weg führte an der Straße entlang zurück zu unserem Auto. Im kleinen Ort kehrten wir noch kurz ein und beobachteten die Ausflugsboote, die immer wieder im Hafen anlegten. Danach machten wir uns auf den Weg nach Senj.
Einkehr und Ausklang in Senj
Anschließend fuhren wir zu unserem eigentlichen Ziel für heute, nach Senj. Wir hatten dort eine Unterkunft etwas oberhalb mit einem langen Balkon und herrlicher Aussicht auf das Meer. Die Inhaberin beschrieb uns den Weg zum Meer (man muss ein paar Höhenmeter zurücklegen) und so machten wir uns auf den Weg. Der Strand ist mit groben Kies, es macht Sinn – wie so oft in Kroatien – die Badeschuhe einzupacken.
Abends haben wir noch in einem Restaurant direkt am Wasser gegessen und den Ort noch ein wenig erkundigt. Senj ist nicht besonders groß, der Ortkern liegt am Hafen, was es doch wieder sehr schön macht.
Im leichten Nieselregen sind wir dann zurück zur Unterkunft und wollten früh ins Bett, da am nächsten Tag der Ausflug zu den Plitvicer Seen anstand – bei dem es lohnt, früh dran zu sein.
Unser Fazit
Eigentlich hatten wir Senj vor allem als praktischen Ausgangspunkt für unseren Besuch der Plitvicer Seen ausgewählt. Umso schöner war es, dass dieser Zwischenstopp am Ende mehr wurde als nur eine Übernachtung.
Die Wanderung zum Schiffswrack bei Jablanca hat uns sehr gut gefallen. Der Weg ist einfach zu gehen, bietet schöne Ausblicke auf die Küste und eignet sich auch mit kleineren Kindern gut. Zusammen mit dem Badestopp am Meer, dem gemütlichen Abend in Senj und der Vorfreude auf die Plitvicer Seen wurde daraus ein rundum gelungener Reisetag.
Vielleicht gehört Senj nicht zu den bekanntesten Reisezielen Kroatiens – für uns bleibt dieser Stopp aber als kleines Abenteuer in schöner Erinnerung.
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