
Lohnt sich der Krka Nationalpark mit Kindern?
Während unserer Kroatien-Rundreise mit unserem damals 2-jährigen Sohn standen natürlich auch die beiden bekanntesten Nationalparks des Landes auf dem Programm: die Plitvicer Seen und der Krka Nationalpark.
Wenn wir uns heute entscheiden müssten, welcher Park spektakulärer war, würden wir klar die Plitvicer Seen nennen.
Trotzdem würden wir einen Besuch im Krka Nationalpark jederzeit wieder machen.
Warum?
Weil der Park deutlich entspannter, familienfreundlicher und einfacher zu erkunden ist.
Mit dem Fahrrad zum Eingang des Nationalparks!
Unser Ausgangspunkt für den Ausflug zum Krka Nationalpark war unsere Unterkunft in Šibenik. Von dort starteten wir am Vormittag Richtung (Skradin).
Wir parkten unser Auto am Parkplatz vor dem Kassenhäuschen – dort konnten wir auch gleich die Eintrittskarten kaufen – und fuhren dann mit dem Rad zum Park. Der Weg dorthin ist ca. 4 km lang. Dadurch konnten wir uns ungefähr eine Stunde Fußweg sparen, den viele Besucher zurücklegten. Gerade mit Kindern und bei warmem Wetter war das für uns die angenehmere Variante. Rückblickend würden wir das genauso wieder machen.
Unser erster Eindruck vom Nationalpark
Schon kurz nach dem Eingang wird klar, warum der Park so beliebt ist.
Die Wege führen durch eine grüne Landschaft mit kleinen Wasserläufen, Holzstegen und Wasserfällen.
Anders als in Plitvice wirkt alles etwas kompakter und übersichtlicher.
Man muss nicht stundenlang unterwegs sein, um die schönsten Bereiche zu sehen.
Gerade mit kleinen Kindern empfanden wir das als angenehm.
Krka mit Kleinkind – deutlich entspannter als erwartet
Unser Sohn war während der Reise zwei Jahre alt.
Im Krka Nationalpark hatten wir deutlich weniger organisatorischen Aufwand als später in Plitvice. Die Wege waren unkompliziert und die Distanzen überschaubar.
Natürlich sollte man auch hier genügend Zeit einplanen, aber wir hatten nie das Gefühl, den Besuch möglichst schnell schaffen zu müssen. Das machte den Tag insgesamt sehr angenehm. Auch das Besucheraufkommen empfanden wir als deutlich geringer als später in Plitvice. Wir mussten weder lange warten noch uns durch Menschenmengen drängen und konnten die Aussichtspunkte in unserem eigenen Tempo genießen. Gerade mit einem Kleinkind machte das den Besuch deutlich entspannter.
Was uns aufgefallen ist: Einige Wasserfälle waren während unseres Besuchs nur eingeschränkt sichtbar. Die Vegetation rund um die Wasserfälle war teilweise sehr dicht und verdeckte an manchen Stellen den Blick. Gleichzeitig sorgten die ersten Herbstfarben mit ihren gelben, orangenen und rötlichen Tönen zusammen mit dem türkisfarbenen Wasser für ein sehr stimmiges Gesamtbild, das uns bis heute in Erinnerung geblieben ist.

Krka oder Plitvice – unser persönlicher Vergleich
Diese Frage stellen sich viele Familien vor einer Kroatien-Reise.
Unsere ehrliche Einschätzung:
Krka Nationalpark
- kompakter
- entspannter
- einfacher mit Kindern
- weniger überwältigend
- angenehmer für einen halben Tagesausflug
Plitvicer Seen
- spektakulärer
- größer
- beeindruckendere Wasserfälle
- mehr Besucher
- anstrengender (unter anderen weil auch früh morgens gestartet)
Wenn genügend Zeit vorhanden ist, würden wir beide Parks besuchen. Falls man sich für einen entscheiden muss, würden wir Plitvice wählen. Für Familien mit kleinen Kindern kann Krka jedoch die entspanntere Wahl sein.
Unser Fazit zum Krka Nationalpark mit Kindern
Der Krka Nationalpark war für uns vielleicht nicht das spektakulärste Highlight unserer Kroatien-Reise – aber definitiv eines der angenehmsten.
Wer mit Kleinkind unterwegs ist und einen schönen Naturausflug sucht, findet hier einen Nationalpark, der sich unkompliziert erkunden lässt und trotzdem beeindruckende Landschaften bietet.
Wir würden den Besuch jederzeit wieder einplanen.
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