
Warum wir diese Campingplätze gewählt haben
Während unserer Korsika-Reise im Juli 2026 haben wir mit unserem Wohnmobil verschiedene Campingplätze auf der Insel kennengelernt. Unsere Route führte uns von der Ostküste über den Süden und die Westküste bis ins Inselinnere nach Corte.
Als Familie mit zwei kleinen Kindern (2,5 und 5 Jahre) war uns bei der Auswahl der Campingplätze vor allem wichtig, dass sie sich gut als Ausgangspunkt für unsere Unternehmungen eignen. Gleichzeitig sollte der Platz für unser 7,5 Meter langes Wohnmobil passend sein und über saubere, funktionale Sanitäranlagen verfügen.
Je nach Region waren uns außerdem die Nähe zum Meer, ein Pool oder eine gute Lage für Ausflüge besonders wichtig.
Vor unserer Reise informierten wir uns unter anderem über die App Park4Night und lasen dort Bewertungen und Erfahrungsberichte anderer Reisender.
In diesem Artikel teilen wir unsere persönlichen Erfahrungen mit den Campingplätzen, auf denen wir während unserer Korsika-Reise tatsächlich übernachtet haben – ehrlich, alltagstauglich und aus Sicht einer Familie mit kleinen Kindern im Wohnmobil.
1. Camping Côte des Nacres – Solenzara
Unser erster Campingplatz auf Korsika lag direkt an der Ostküste bei Solenzara. Nach der langen Anreise und der Fährüberfahrt war der Platz für uns ein schöner Ort, um ganz in Ruhe auf Korsika anzukommen.
Das hat uns gefallen
- direkte Lage am Meer
- auch direkt am Fluss gelegen
- großzügige Stellplätze
- kleiner Spielplatz
- Restaurant auf dem Campingplatz
- Brötchenservice
- Kletterpark direkt hinter dem Campingplatz
- WLAN für 1 € pro Tag
- schöne Lage für Ausflüge in Richtung Bavella
- Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten
Besonders gut gefallen hat uns die Lage direkt am Meer. Gleichzeitig ist man vom Campingplatz aus schnell an den Flüssen im Landesinneren und kann dort wunderschöne natürliche Badestellen entdecken.
Auch der Kletterpark direkt hinter dem Campingplatz ist für Familien mit größeren Kindern sicherlich interessant.

Das fanden wir weniger gut
- uns fällt hier nicht wirklich etwas ein
Unsere Bewertung
⭐⭐⭐⭐⭐
Hier kommt ihr zum Artikel „Solenzara und Bavella mit Kindern“
2. Camping Arutoli – Porto-Vecchio
Unser nächster Campingplatz lag bei Porto-Vecchio im Süden Korsikas. Der Platz war für uns eine gute Ausgangsbasis, um die berühmten Strände der Region mit dem Fahrrad zu erkunden.
Das hat uns gefallen
- großzügig angelegter Campingplatz
- viele schattige Stellplätze
- schöner Pool
- eigener Kinderbereich bei den Sanitäranlagen
- Waschmaschinen vorhanden
- gute Ausgangslage für Porto-Vecchio und die Strände im Süden
- Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten
Besonders praktisch war für uns der Pool. Nach unseren Fahrradtouren zu den Stränden konnten sich die Kinder dort noch abkühlen und spielen.
Auch die Möglichkeit, mit dem Fahrrad nach Porto-Vecchio und zu verschiedenen Stränden zu fahren, hat uns gut gefallen.
Das fanden wir weniger gut
- nicht direkt am Meer gelegen
Wir haben in und um Porto-Vecchio gemerkt, dass wir uns für eine Seite entscheiden müssen: Entweder nah am Meer und dafür kaum möglich für uns mit den Rädern ins die Stadt oder eben keine Strandlage, dafür näher an der Stadt. Da wir abends keine großen Touren mehr unternehmen wollten, war für uns diese Option die Bessere.

Unsere Bewertung
⭐⭐⭐⭐⭐
Hier der Link zum Artikel „Porto-Vecchio mit Kindern – San Ciprianu, Palombaggia und die schönsten Strände im Süden Korsikas“
3. Camping Milelli – Propriano
Der Campingplatz Milelli war für uns eine der schönsten Überraschungen unserer Korsika-Reise.
Der eher kleine und gemütliche Campingplatz liegt etwas außerhalb von Propriano und war für uns eine tolle Ausgangsbasis, um die Umgebung mit dem Fahrrad zu erkunden.
Das hat uns gefallen
- gemütlicher Campingplatz
- sehr freundliche Betreiberinnen
- viele persönliche Tipps für Ausflüge
- neue und sehr saubere Sanitäranlagen
- Pool auf dem benachbarten Campingplatz Colomba zur Mitbenutzung
- kleiner Spielplatz
- Brötchenservice
- kleiner Laden
- Waschmaschinen
- Ver- und Entsorgungsmöglichkeit
- kostenloses WLAN
- gute Fahrradanbindung nach Propriano
Besonders positiv in Erinnerung geblieben sind uns die Betreiberinnen. Sie gaben uns viele Tipps für schöne Strände und Ausflugsziele in der Umgebung.
Durch die persönliche Atmosphäre fühlte sich der Platz für uns sehr angenehm an.
Das fanden wir weniger gut
- die Umgebung ist teilweise hügelig (wie eigentlich überall auf Korsika) und somit überlegt man sich die Fahrt mit den Räden gern zweimal

Unsere Bewertung
⭐⭐⭐⭐⭐
Hier geht´s zum Artikel „Propriano und Sartène mit Kindern“
4. Camping d’Arone – Piana
Der Campingplatz d’Arone war unser Ausgangspunkt für die beeindruckende Westküste rund um Piana und die Calanques.
Der Platz liegt oberhalb des Strandes von Arone und bietet eine ruhige Lage inmitten der korsischen Landschaft.
Das hat uns gefallen
- In die Länge gezogener Platz oberhalb des Strandes
- wunderschöner Strand in der Nähe
- schöne Landschaft in unmittelbarer Umgebung
- guter Ausgangspunkt für Piana und die Calanques
- guter Ausgangspunkt für die Wanderung zum Capo Rosso
Besonders schön fanden wir die Kombination aus Campingplatz, Strand und der beeindruckenden Landschaft rund um Piana.
Das fanden wir weniger gut
- Etwas abgelegen; für jede Unternehmung muss man einige Höhenmeter und Strecke zurücklegen, weshalb wir uns schließlich nur für eine Nacht entschieden haben
- die Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten waren für uns nicht leicht zu finden; durch die herunterhängenden Äste teilweise auch nicht so leicht zugänglich
- Sanitäranlagen absolut in Ordnung, aber auch nicht mehr

Unsere Bewertung
⭐⭐⭐⭐
Hier findet ihr den Artikel „Piana, Calanques und Capo Rosso – die wilde Seite Korsikas“
5. Camping Torraccia – Cargèse
Der Campingplatz Torraccia lag etwas außerhalb von Cargèse und war für uns ein kurzer Zwischenstopp auf dem Weg von Piana weiter in Richtung Corte.
Der terrassenförmig angelegte Platz ist eher kleiner und war für uns mit unserem 7,5 Meter langen Wohnmobil zunächst etwas ungewohnt.
Das hat uns gefallen
- terrassenförmige Anlage
- Kinderbad und Kinderdusche
- großzügiger Familienbereich bei den Sanitäranlagen
- schöne Lage für einen Zwischenstopp rund um Cargèse
Besonders positiv überrascht waren wir von den familienfreundlichen Einrichtungen. Das Kinderbad und die Kinderdusche waren für unsere Kinder natürlich besonders praktisch.
Das fanden wir weniger gut
- es gibt keine Ver- und Entsorgungsmöglichkeit
- die Stellplatzsituation kann mit größeren Fahrzeugen etwas anspruchsvoller sein
Wir bekamen letztendlich einen passenden Stellplatz und konnten dort problemlos übernachten – für eine Nacht völlig in Ordnung.

Unsere Bewertung
⭐⭐⭐⭐
Hier geht´s zum Artikel „Piana, Calanques und Capo Rosso – die wilde Seite Korsikas“
6. Camping Chez Bartho – Corte
Unser letzter Campingplatz auf Korsika lag im Inselinneren bei Corte.
Der Campingplatz Chez Bartho war für uns etwas ganz Besonderes, weil er eine völlig andere Atmosphäre als die Plätze an der Küste bietet.
Das hat uns gefallen
- direkte Lage am Fluss Tavignano
- schöne Badestellen direkt am Campingplatz
- gute Lage für Corte
- Treppe in Richtung Stadt und Zitadelle direkt gegenüber
- Ver- und Entsorgungsmöglichkeit
- Brötchenservice
- Waschmaschinen
- Restaurant auf dem Campingplatz
Die Lage direkt am Fluss hat uns besonders gut gefallen. Nach unseren Ausflügen konnten wir direkt am Campingplatz ins klare Wasser springen und uns abkühlen.
Auch die Nähe zur Stadt war für uns praktisch. Über eine Treppe gegenüber des Campingplatzes konnten wir den Weg in Richtung Corte und Zitadelle abkürzen.
Das fanden wir weniger gut
- mit einem größeren Wohnmobil muss man bei der Anfahrt vorsichtig sein (sehr enge Brücke) – aber machbar

Unsere Bewertung
⭐⭐⭐⭐⭐
Link zum Artikel „Corte und das Restonica-Tal mit Kindern – Berge, Flüsse und wilde Natur auf Korsika“
Unser persönlicher Favorit
Die Wahl unseres persönlichen Favoriten fällt uns tatsächlich nicht ganz leicht, da jeder Campingplatz seine eigenen Vorzüge hatte.
Für Familien mit Kindern hat uns der Campingplatz Arutoli bei Porto-Vecchio besonders gut gefallen. Der Pool, der Kinderbereich und die gute Ausgangslage für Ausflüge zu den Stränden waren für uns sehr praktisch.
Besonders positiv überrascht hat uns der Campingplatz Milelli bei Propriano. Die persönliche Atmosphäre und die unglaublich freundlichen Betreiberinnen haben unseren Aufenthalt besonders angenehm gemacht.
Für Naturliebhaber war der Campingplatz Chez Bartho bei Corte ein echtes Highlight. Die Lage direkt am Fluss Tavignano und die Nähe zu den Bergen und dem Restonica-Tal waren für uns etwas ganz Besonderes.
Und wer direkt am Meer übernachten möchte, findet mit dem Campingplatz Côte des Nacres bei Solenzara einen schönen Ausgangspunkt für die Ostküste und die Berge rund um Bavella.
Unser Fazit zu den Campingplätzen auf Korsika
Insgesamt waren wir mit allen Campingplätzen unserer Reise zufrieden. Jeder Platz hatte seine eigenen Stärken und war für unsere jeweilige Route gut geeignet.
Besonders positiv hat uns überrascht, dass wir trotz unserer Reisezeit im Juli auf keinem Campingplatz Probleme hatten, einen Stellplatz zu bekommen. Wir hatten vor der Reise häufig gelesen, dass Korsika in den Sommermonaten sehr voll sei und man sich darauf einstellen muss, mehrere Plätze anfahren zu müssen.
Das haben wir Anfang und Mitte Juli glücklicherweise nicht so erlebt.
Wir konnten auf allen Plätzen, die wir angefahren haben, einen Stellplatz bekommen. Auch an den Stränden und unterwegs empfanden wir die Insel häufig als deutlich entspannter, als wir vorher erwartet hatten.
Für uns waren die Campingplätze deshalb eine wichtige Grundlage für eine entspannte Korsika-Reise. Sie boten uns die nötige Flexibilität, gute Ausgangspunkte für unsere Ausflüge und – gerade mit zwei kleinen Kindern – immer wieder die Möglichkeit, zwischendurch zur Ruhe zu kommen.
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