
Nach unserer Ankunft auf Korsika ging es für uns zunächst an die Ostküste der Insel. Unser Ziel war Solenzara, wo wir die ersten Tage verbringen und ganz in Ruhe auf Korsika ankommen wollten.
Die Region rund um Solenzara war dafür perfekt. Hier treffen die korsischen Berge auf das Mittelmeer. Innerhalb kurzer Zeit kann man vom Strand in eine beeindruckende Bergwelt fahren und findet entlang der Flüsse zahlreiche natürliche Badestellen.
Unser Campingplatz direkt am Meer
Für unseren Aufenthalt entschieden wir uns für den Campingplatz Côte des Nacres.
Der Campingplatz liegt direkt am Meer und war für uns ein schöner Ausgangspunkt für die ersten Tage auf Korsika. Wir hatten einen Stellplatz in der zweiten Reihe mit einer sehr großzügigen Parzelle.
Wir hatten vorab gelesen, dass die Campingplätze im Juli und August sehr gut besucht sind, und hatten Bedenken, ob wir überhaupt einen Platz bekommen würden. In Solenzara war das allerdings überhaupt kein Problem – und auch auf keinem der anderen Campingplätze, die wir während unserer Reise besucht haben.
Die Sanitäranlagen waren völlig in Ordnung. Außerdem gibt es ein Restaurant und einen kleinen Spielplatz. Besonders schön fanden wir, dass der Platz sowohl am Meer als auch an einem Fluss liegt.
Es gibt einen Brötchenservice und WLAN, das für 1 € pro Tag genutzt werden kann.
Für zwei Nächte bezahlten wir 99 €.

Kletterpark direkt am Campingplatz
Direkt hinter dem Campingplatz befindet sich außerdem ein Kletterpark.
Für Familien mit größeren Kindern ist das eine tolle Möglichkeit, einen aktiven Tag einzubauen. Besonders die Seilrutsche über den Fluss sah nach einem echten Abenteuer aus.
Wir selbst haben den Kletterpark dieses Mal nicht ausprobiert, aber die Lage direkt am Campingplatz ist natürlich besonders praktisch.
Unser erster Tag in Solenzara
Nach unserer Ankunft auf dem Platz richteten wir uns gemütlich ein und gingen anschließend gleich an den zum Campingplatz gehörenden Strand.
Die Lage ist wirklich schön, das Meer sehr klar und am Strand waren kaum Menschen. Wir genossen die ersten Stunden auf dieser schönen Insel, das Meer und die Sonne.
Später fuhren wir mit den Rädern in den Ort. Es gibt dort einen kleinen Hafen mit ein paar Restaurants. Wir kauften uns ein Eis und gingen den kurzen Weg um den Hafen herum.
Obwohl der Ort nicht besonders groß ist, ist es dort sehr gemütlich und wir hatten einen schönen Abschluss unseres ersten Urlaubstages.

Wanderung zum Trou de la Bombe am Bavella-Pass
Am nächsten Tag hatten wir eine Fahrt zum Bavella-Pass geplant. Wir wollten die Wanderung zum Trou de la Bombe machen.
Die Strecke hinauf führt durch die beeindruckende Berglandschaft des korsischen Gebirges. Schon die Fahrt zum Bavella-Pass ist wunderschön. Die markanten Felsformationen und die Ausblicke auf die umliegenden Berge machen bereits die Anfahrt zu einem Erlebnis.
Der Ausgangspunkt der Tour liegt gegenüber der bekannten Marienstatue. Es gibt einen Parkplatz für PKW für 2,50 € pro Stunde. Gleich gegenüber befindet sich aber auch ein größerer kostenloser Bereich, der allerdings etwas uneben ist. Dort fanden wir mit unserem Camper leider keinen Platz mehr.
Wir parkten deshalb etwas weiter unterhalb auf einem Seitenstreifen. Egal, ob mit PKW oder Wohnmobil – es lohnt sich, früh dran zu sein. Zum einen, um einen – bestenfalls kostenlosen – Parkplatz zu bekommen, zum anderen, um den immer heißer werdenden Temperaturen während der Tour zu entgehen.
Die Wanderung selbst ist ungefähr 5 Kilometer lang und hat rund 230 Höhenmeter. Als reine Gehzeit werden insgesamt etwa zwei Stunden angegeben. Wir waren mit unseren Kindern insgesamt ungefähr zweieinhalb Stunden unterwegs.
Der Weg führt durch eine wunderschöne Landschaft und verläuft über weite Strecken im Schatten. Grundsätzlich ist die Wanderung gut machbar. Immer wieder hat man tolle Ausblicke auf die massiven Berge, die uns teilweise an die Dolomiten erinnerten.
Am Ziel angekommen, gibt es einen größeren Bereich, an dem man gut Brotzeit machen und viele Fotos vom Loch im Felsen aufnehmen kann.

Gumpen und Badestellen entlang des Flusses
Nach der Wanderung fuhren wir wieder Richtung Küste.
Schon kurz nach dem Bavella-Pass hielten wir an der ersten Brücke, um uns die natürlichen Badestellen entlang des Flusses anzusehen.
Direkt vor der Brücke gibt es eine größere Bucht, an der man parken kann. Ein kleiner Weg führt hinunter zum Fluss. Wenn man flussaufwärts ein paar Meter geht, kommen immer wieder etwas größere Gumpen, in denen man gut baden kann.
Das Wasser ist klar und die Umgebung wirklich schön. Die Kinder beschäftigten sich ewig damit, Steine ins Wasser zu werfen, während wir den Sprung ins kühle Nass wagten.
Je weiter man den Berg hinunterfährt, desto mehr Möglichkeiten zum Baden findet man.
Wir entdeckten unterwegs immer wieder schöne Stellen. Auch in der Nähe des Campingplatzes U Ponte Grossu gibt es schöne Bereiche am Fluss.
Allerdings waren viele Parkplätze bereits belegt. Wer eine bestimmte Badestelle besuchen möchte, sollte deshalb möglichst früh unterwegs sein.
Für uns waren die Gumpen eine der schönsten Entdeckungen der Reise. Gerade nach der Wanderung war das kalte Wasser eine willkommene Erfrischung.

Ein Abend am Strand von Canella
Am Abend fuhren wir noch zum Strand Canella.
Der Strand liegt nur etwa 8,4 Kilometer von unserem Campingplatz entfernt und ist mit dem Fahrrad gut erreichbar. Wir benötigten ungefähr 25 bis 30 Minuten.
Die Strecke ist leicht hügelig, aber nicht besonders anspruchsvoll. Man fährt allerdings auf einer normalen Verkehrsstraße, weshalb man mit Kindern natürlich entsprechend aufmerksam sein sollte.
Der Strand selbst hat uns sehr gut gefallen. Das Wasser leuchtet in wunderschönen Farben und der flach abfallende Sandstrand ist auch für Familien mit kleinen Kindern schön.
Toll war auch das Beach-Restaurant direkt am Strand. Wir holten uns eine Pizza und genossen die Atmosphäre am Abend.
Ein perfekter Abschluss eines abwechslungsreichen Tages.
Unser Fazit zu Solenzara und Bavella
Die Region rund um Solenzara war für uns ein perfekter Start auf Korsika.
Wir konnten die ersten Tage ganz unterschiedlich gestalten: in den Bergen wandern, in natürlichen Gumpen baden, am Meer entspannen und mit dem Fahrrad zu einem schönen Strand fahren.
Gerade diese Abwechslung hat uns besonders gut gefallen. Die Region zeigt sehr schön, wie vielfältig Korsika ist. Morgens wandert man durch beeindruckende Berglandschaften und am Abend sitzt man am Meer.
Wer Korsika mit Kindern bereist und gerne aktiv unterwegs ist, sollte die Region rund um Solenzara und den Bavella-Pass unbedingt einplanen. Gerade weil man auch mit dem Wohnmobil gut zum Pass hinaufkommt, hat uns diese Umgebung besonders angesprochen.
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