
Sardinien mit dem Wohnmobil und Kindern – unsere 16-tägige Rundreise (Mai/Juni 2025)
Unsere erste große Wohnmobilreise führte uns im Mai und Juni 2025 nach Sardinien – mit zwei kleinen Kindern (4 Jahre und 1,5 Jahre). Wir waren entsprechend gespannt: nicht nur auf die Insel selbst, sondern auch darauf, wie sich das Reisen im Camper als Familie anfühlt.
Was uns erwartete, war eine Mischung aus traumhaften Landschaften, intensiven Reisetagen, kleinen Pannen, großartigen Stränden und vielen Momenten, die wir so schnell nicht vergessen werden.
Unsere Route im Überblick
Die Reise führte uns in etwa entlang dieser Stationen: hier würde ich eine Karte einfügen.
- Anreise über Süddeutschland, Sterzing und Bozen
- Gardasee (Zwischenstopps)
- Fährhafen Livorno → Sardinien
- La Maddalena
- Capo Testa
- Castelsardo
- Alghero
- Bosa (Küstenstraße)
- Cala Gonone
- Oasi Biderosa
- Santa Lucia / La Caletta
- San Teodoro
- Olbia (Fähre zurück)
- Rückreise über Gardasee und Alpenraum
Die Anreise nach Sardinien
Unsere Sardinien-Reise begann mit der Übernahme unseres gemieteten Wohnmobils. Noch am selben Tag machten wir uns auf den Weg Richtung Süden und übernachteten nach einem Zwischenstopp am Seehamer See in Sterzing.
Über Bozen und den Gardasee ging es anschließend weiter Richtung Livorno. Unterwegs legten wir mehrere Zwischenstopps ein und nutzten die Gelegenheit, erste Ausflüge mit den Fahrrädern zu unternehmen.
Bevor wir die Fähre nach Sardinien erreichten, passierte uns allerdings ein kleines Missgeschick: Wir hatten das Abfahrtsdatum verwechselt und standen plötzlich vor der Herausforderung, unsere Überfahrt kurzfristig umzubuchen. Glücklicherweise verlief alles unkompliziert und wir konnten bereits am nächsten Morgen nach Olbia übersetzen.
Die rund neuneinhalbstündige Fährfahrt war für unsere Kinder dank Spielbereich, Außendecks und eigener Kabine gut machbar. Am Abend erreichten wir schließlich Sardinien und konnten unser Inselabenteuer beginnen.
Mehr zur Anreise, unseren Zwischenstopps und der Fährfahrt findest du im Artikel „Mit dem Wohnmobil und der Fähre nach Sardinien – unsere Erfahrungen“.
La Maddalena – türkisblaues Wasser und echte Traumstrände
Nach der Ankunft auf Sardinien ging es direkt weiter nach La Maddalena. Diese Region war für uns einer der schönsten Teile der Reise.
Wir hatten wegen des Missgeschicks mit der Fähre nur eine Nacht dort -für unseren Geschmack zu kurz. Mit dem Fahrrad erkundeten wir einige der schönsten Küstenabschnitte der Insel. Das glasklare Wasser, die hellen Granitfelsen und die kleinen Buchten erinnerten uns stellenweise eher an die Seychellen als an das Mittelmeer.
Ein besonderer Moment war die kleine Wanderung zum Sonnenuntergang auf einer Anhöhe oberhalb der Küste. Die Kinder waren voller Begeisterung dabei und wir genossen einen Abend, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Capo Testa und Castelsardo – Felsen, Aussicht und kleine Abenteuer
Weiter ging es Richtung Norden Sardiniens. Capo Testa zählt für uns zu den beeindruckendsten Landschaften im Norden Sardiniens. Wir sind dort mit den Fahrrädern unterwegs gewesen und haben kurze Wanderungen unternommen, bei denen die Kinder viel geklettert sind. Bei einem Abstecher an einem tollen Strand vor Ort konnten wir unsere müden Beine im Wasser abfrischen.

Danach führte uns die Route nach Castelsardo. Der kleine Ort mit seiner Burg auf dem Hügel und den bunten Häusern direkt am Meer war für uns der perfekte Zwischenstopp auf dem Weg entlang der Nordküste. Wir stellten unser Wohnmobil auf einem Parkplatz oberhalb der Stadt ab. Von hier aus hatte man einen tollen Ausblick aud den Ort und das Meer.
Nach unserer Ankunft machten wir uns auf die Suche nach einer Pizzeria, die wir auch schnell fanden. Im Ort gibt es einen kleinen Hafen, der zum Verweilen einlädt. Über steile Straßen gelangt man hinunter ans Wasser. Da es an diesem Abend recht windig und frisch war, machten wir uns nach einem kurzen Spaziergang wieder auf den Rückweg. Dafür wurden wir mit einem besonders schönen Sonnenuntergang belohnt, den wir direkt von unserem Wohnmobil aus genießen konnten.
Alghero – unser persönliches Highlight
Alghero blieb uns besonders in Erinnerung. Die Stadt hat uns sofort gefallen und war für uns vielleicht der schönste Ort der gesamten Reise.
Wir sind dort viel mit dem Fahrrad unterwegs gewesen – sowohl entlang der Küste als auch in Richtung Stadt. Die Wege waren abwechslungsreich und oft direkt am Wasser entlang.
Ein besonderes Erlebnis war ein Ausflug nach Punta Giglio. Dort erwarteten uns Wanderwege mit spektakulären Ausblicken auf die Küste und alte Bunkeranlagen.
Auch die beiden Abende in Alghero waren wunderschön: Die Altstadt mit ihren Mauern direkt am Meer, kleine Bars und Restaurants im Abendlicht – das hatte etwas ganz Besonderes.
Bosa – eine der schönsten Küstenstraßen Sardiniens
Die Fahrt von Alghero nach Bosa gehört definitiv zu den landschaftlich schönsten Strecken unserer Reise. Kurvenreiche Straßen und abwechslungsreiche Küstenblicke machten die Fahrt selbst zum Erlebnis.
Bosa selbst ist ein kleines Juwel: bunte Häuser am Fluss, eine Burg auf dem Hügel und eine entspannte Atmosphäre. Der Aufstieg zur Burg war kurz, aber lohnenswert – die Aussicht auf Stadt und Fluss ist beeindruckend.
Cala Gonone und die Ostküste – Strände wie aus dem Bilderbuch
Nach dem Westen Sardiniens ging es durch das bergige Landesinnere Richtung Ostküste. Schon die Fahrt selbst war beeindruckend.
Wir verbrachten zwei Nächte in Cala Gonone. Der Ort war unser Ausgangspunkt für mehrere Ausflüge. Besonders schön war die Tour zur Cala Fuili. Der Abstieg zur Bucht über steinerne Stufen war in der Hitze etwas anstrengend, aber die türkisfarbene Bucht machte alles wieder wett.
Ein weiteres Highlight war der Nationalpark Oasi Biderosa. Dort verbrachten wir einen ganzen Tag an einem der schönsten Strände der gesamten Reise – flach abfallendes Wasser, wenig Wellen und perfekt für Kinder.
Santa Lucia – entspannte Tage an Sardiniens Ostküste
Nach unseren Ausflügen rund um den Golf von Orosei verbrachten wir zwei weitere entspannte Tage in Santa Lucia an der Ostküste Sardiniens. Der kleine Küstenort gefiel uns auf Anhieb mit seiner ruhigen Atmosphäre und der direkten Lage am Meer.
Von unserem Campingplatz aus konnten wir über einen Holzsteg direkt zum Strand gelangen. Mit den Fahrrädern unternahmen wir einen Ausflug nach La Caletta, wo wir den kleinen Hafen erkundeten und durch die Promenade schlenderten. Auch unser großer Sohn kam auf seine Kosten: In der Nähe des Campingplatzes besuchten wir einen Hochseilgarten, der für ihn ein echtes Highlight war.



Besonders in Erinnerung geblieben sind uns die entspannten Abendstunden in Santa Lucia. Bei einem Spaziergang durch den Ort konnten wir den Sonnenuntergang am Meer genießen und die Eindrücke der vergangenen Reisetage noch einmal Revue passieren lassen.
San Teodoro und La Cinta – türkis und voller Leben
Der Strand von La Cinta bei San Teodoro lag auf unserem Weg Richtung Fährhafen. Da wir dieses Mal eine Nachtfähre hatten, wollten wir den Tag noch nutzen und machten Stopp an diesem tollen Strand. Es war beeindruckend, auch wenn dort sehr viel los war. Eine schmale Landzunge trennt hier Meer und Lagune – landschaftlich wirklich besonders. Das Meer ist auch hier glasklar und für die Kinder genau richtig.
Olbia und die Rückfahrt
Bevor es mit der Fähre zurück aufs Festland ging, legten wir noch einen kurzen Stopp in Olbia ein. Unser Wohnmobil stellten wir in einer Seitenstraße ab und erkundeten die Stadt zu Fuß mit dem Kinderwagen.
Wir schlenderten durch die Innenstadt, aßen eine leckere Pizza und gönnten uns anschließend ein Eis. Besonders gefreut haben sich die Kinder über ein großes Karussell in der Nähe der Promenade, auf dem sie noch eine Runde drehen durften.

Abends legte dann die Fähre ab von Olbia zurück nach Livorno. Der Moment der Abfahrt am Abend, wenn die Lichter der Stadt langsam verschwinden, war ein schöner Abschluss unserer Sardinien-Zeit.

Rückreise über Gardasee und Kiefersfelden
Auf dem Rückweg machten wir noch mehrere Stopps am Gardasee. Sirmione war wunderschön, aber extrem voll und heiß – für uns fast etwas zu viel Trubel nach der ruhigen Inselzeit.
Wir blieben eine Nacht in den Weinbergen in Riva del Garda. Am Morgen frühstückten wir in einem kleinen Cafe direkt am See und fuhren dann mit den Rädern nach Arco. Wir besuchten immer wieder schon mal die Burg dort und auch dieses Mal hatten wir wieder eine schöne Zeit mit herrlichem Ausblick auf den See.
Am Abend erreichten wir über Innsbruck dann Kiefersfelden für unsere letzte Nacht auf der Heimreise.
Ein letzter kleiner Zwischenstopp auf Weg an einem See mit Spielplatz rundete die Reise ab.

Unser Fazit
Sardinien war für uns eine intensive, wunderschöne und sehr abwechslungsreiche Reise. Besonders als Familie mit kleinen Kindern haben wir die Insel Ende Mai und Anfang Juni als angenehm entspannt erlebt. Die Temperaturen waren bereits sommerlich, die Strände noch nicht überlaufen und viele Orte wirkten deutlich ruhiger als in der Hauptsaison.
Was uns besonders begeistert hat, war die Vielfalt der Insel. Traumhafte Strände mit türkisblauem Wasser, beeindruckende Felslandschaften, charmante Küstenorte und kurvenreiche Straßen durch das bergige Inselinnere wechselten sich ständig ab. So wurde jeder Reisetag ein wenig anders.
Diese Reise war gleichzeitig unser erstes großes Wohnmobil-Abenteuer – und sie hat uns gezeigt, dass diese Art des Reisens perfekt zu unserer Familie passt. Die Freiheit, spontan anzuhalten, direkt an den schönsten Orten zu übernachten und den Tagesablauf flexibel an die Bedürfnisse der Kinder anzupassen, haben wir sehr genossen.
Rückblickend zählt Sardinien für uns zu den schönsten Reisezielen, die wir bisher als Familie bereist haben. Die Kombination aus Natur, Meer, aktiven Unternehmungen und entspannter Atmosphäre hat uns von Anfang an begeistert. Eines ist für uns deshalb schon jetzt klar: Nach Sardinien würden wir jederzeit wieder zurückkehren.
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Unsere Anreise und Fährüberfahrt nach Sardinien
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