
Nach unseren ersten Tagen an der Ostküste Korsikas rund um Solenzara und den Bavella-Pass ging es für uns weiter Richtung Süden. Unser nächstes Ziel war Porto-Vecchio.
Die Region ist vor allem für ihre traumhaften Strände bekannt. Türkisfarbenes, klares Wasser, helle Sandstrände und kleine Buchten machen den Süden Korsikas zu einem der beliebtesten Reiseziele der Insel.
Wir wollten die Gegend rund um Porto-Vecchio vor allem mit dem Fahrrad erkunden. Unser Campingplatz lag nicht direkt am Meer, bot uns aber eine gute Ausgangslage für verschiedene Ausflüge.
Unser Campingplatz bei Porto-Vecchio
Für unseren Aufenthalt entschieden wir uns für den Campingplatz Arutoli.
Der Platz liegt nicht direkt am Meer, hat uns als Ausgangspunkt für unsere Ausflüge aber sehr gut gefallen. Als wir am Morgen ankamen, hatten wir noch eine große Auswahl an Stellplätzen und konnten uns eine großzügige Fläche aussuchen.
Besonders gut gefallen hat uns der Pool. Für die Kinder war er nach unseren Ausflügen eine tolle Möglichkeit, sich abzukühlen und noch ein wenig zu spielen.
Auch die Sanitäranlagen waren für Familien gut geeignet. Es gibt einen eigenen Kinderbereich, der gerade den Kindern besonders gut gefallen hat. Waschmaschinen sind ebenfalls vorhanden.
Der Campingplatz ist großzügig angelegt und bietet viel Schatten.
Mit dem Fahrrad zum Strand von San Ciprianu

Unser erster größerer Ausflug führte uns zum Strand von San Ciprianu.
Die Strecke vom Campingplatz ist ungefähr 45 bis 50 Minuten mit dem Fahrrad entfernt. Die Fahrt ist etwas hügelig, aber grundsätzlich gut machbar. Mit unseren Kindern war die Strecke für uns problemlos zu bewältigen.
Allerdings führt ein Teil der Strecke über eine relativ verkehrsreiche Straße, weshalb beide Kinder im Fahrradanhänger saßen.
Die Umgebung hat uns während der Fahrt sehr gut gefallen. Wir kamen an schönen Häusern und gepflegten Anlagen vorbei und entdeckten unterwegs mehrere weitere Campingplätze. Auch ein Supermarkt liegt an der Strecke, in dem wir noch Proviant für den Tag kauften.
Unser Navi leitete uns zunächst zu einem nahegelegenen Strandabschnitt. Über einen kleinen Weg, kurz hinter der Beachbar rechts, gelangten wir in wenigen Minuten zum eigentlichen Strand.
Dort fanden wir kleine Einbuchtungen entlang des Zauns, in denen wir uns ein gemütliches Plätzchen suchen konnten. So hatten wir unseren eigenen kleinen Bereich. Generell war auf diesem Abschnitt sehr wenig los. Wir vermuten, dass links von unserer Stelle der eigentliche Hauptstrand gelegen hätte. Da dort aber deutlich mehr los war, entschieden wir uns, einfach an unserem ruhigen Platz zu bleiben.
Das Wasser war wunderschön, glasklar und sehr flach. Gerade für unsere Kinder war der Strand deshalb perfekt.
Wir waren von San Ciprianu wirklich begeistert. Obwohl der Strand nicht ganz so bekannt ist wie andere Strände der Region, hat er uns besonders gut gefallen. Wir blieben dort mehrere Stunden und staunten immer wieder über die wunderschönen Farben dieses besonderen Ortes.
Cala Rossa – wunderschönes Wasser und tolle Farben
Auf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher zur Cala Rossa.
Auch hier erwartete uns wunderschönes, klares Wasser und eine tolle Landschaft. Der Strand ist etwas schmaler als San Ciprianu, wodurch die Menschen etwas dichter beieinander liegen.
Trotzdem war es bei unserem Besuch überraschend entspannt und deutlich weniger voll, als wir aufgrund der Bekanntheit des Strandes erwartet hatten.
Das Wasser leuchtete in wunderschönen Farben und war sehr flach. Die Cala Rossa ist deshalb ebenfalls ein toller Ort, um einen entspannten Strandtag zu verbringen.

Mit dem Fahrrad nach Porto-Vecchio
Am Abend machten wir uns noch mit den Fahrrädern auf den Weg nach Porto-Vecchio.
Die Stadt liegt ungefähr 3 Kilometer vom Campingplatz entfernt. Der Weg führt allerdings bergauf, weshalb die Fahrt in die Stadt etwas anstrengender ist.
Dafür konnten wir anschließend gemütlich durch die schöne Altstadt schlendern.
Porto-Vecchio hat uns mit seinen kleinen Gassen, den schönen Häusern und den Ausblicken auf die Lagune sehr gut gefallen. Wir ließen uns einfach ein wenig durch die Stadt treiben, genossen ein Eis und machten später noch einen kurzen Abstecher zum Hafen.
Auf dem Rückweg entdeckten wir außerdem einen Foodtruck direkt am Meer, den wir uns für den nächsten Abend merken wollten.

Mit dem Fahrrad zur Palombaggia
Am nächsten Tag wollten wir einen weiteren berühmten Strand der Region erkunden: die Palombaggia.
Von unserem Campingplatz aus sind es ungefähr 13 Kilometer bis zum Strand. Für die einfache Strecke benötigten wir etwa eine Stunde.
Insgesamt sind rund 190 Höhenmeter zu bewältigen. Das klingt zunächst vielleicht nicht nach besonders viel, bei den sommerlichen Temperaturen war die Strecke für uns aber durchaus anstrengend.
Vor allem der Rückweg bergauf war in der Hitze ziemlich herausfordernd.
Der Strand von Palombaggia selbst hat uns gut gefallen. Das Wasser war wunderschön und der lange Strandabschnitt bietet viel Platz. Am Strand gibt es außerdem mehrere Beachbars, sodass man sich zwischendurch etwas zu essen oder zu trinken holen kann.
Müssten wir allerdings zwischen Palombaggia und San Ciprianu wählen, würden wir uns ganz klar für San Ciprianu entscheiden.
Der Weg dorthin war für uns deutlich einfacher. Außerdem waren wir dort fast alleine und das Meer war so ruhig und seicht, dass es für unsere Kinder einfach perfekt war.

Bei der Palombaggia waren unsere Erwartungen allerdings auch besonders hoch. Man liest und hört so viel über diesen berühmten Strand, dass wir entsprechend gespannt waren. Vielleicht waren unsere Erwartungen dadurch letztendlich etwas zu hoch.
Unserer Meinung nach lohnt sich die längere und bei sommerlichen Temperaturen durchaus anstrengende Anfahrt deshalb nicht zwingend, wenn man die anderen schönen Strände der Region besucht. Wer mit dem Auto anreist, sollte außerdem bedenken, dass auch die Parkplatzsuche in der Hauptsaison eine zusätzliche Herausforderung sein kann.
Ein besonderes Highlight gab es für uns aber trotzdem: der Weg zur Bucht Tamaricciu.
Zu Fuß weiter zur Bucht Tamaricciu
Wenn man am Strand von Palombaggia nach rechts läuft, erreicht man nach ungefähr 15 bis 20 Minuten die Bucht Tamaricciu.
Der Weg dorthin war für uns eines der schönsten Erlebnisse an diesem Strandtag.
Entlang der Küste kommt man an weiteren wunderschönen Strandabschnitten vorbei. Große Felsen und das türkisfarbene Wasser sorgen immer wieder für tolle Ausblicke.
Auch die Bucht Tamaricciu selbst ist wunderschön.
Das Wasser ist glasklar und die Farben sind beeindruckend. Der Strand ist allerdings relativ schmal, wodurch es dort etwas voller wirken kann.
Trotzdem lohnt sich der kurze Spaziergang von Palombaggia aus unserer Meinung nach unbedingt. Die Landschaft ist wirklich beeindruckend und wir haben etliche Fotos gemacht, weil wir uns an den Farben und Ausblicken kaum sattsehen konnten.

Ein schöner Abend am Foodtruck
Nach unserer Fahrradtour zur Palombaggia verbrachten wir den restlichen Nachmittag entspannt auf dem Campingplatz. Von der Strecke waren wir doch etwas platt.
Die Kinder konnten noch im Pool spielen und wir genossen die Ruhe nach der anstrengenden Fahrradtour.
Am Abend fuhren wir noch einmal mit den Fahrrädern in Richtung Porto-Vecchio.
Auf der linken Seite, kurz nach dem Kreisverkehr in Richtung Hafen, entdeckten wir wieder den Foodtruck vom Vorabend – direkt am Meer.
Die Lage hat uns sofort gefallen. Lichterketten, Holzmöbel und der Blick auf das Wasser sorgten für eine ganz besondere Atmosphäre.
Es gibt dort verschiedene Gerichte, Getränke und Eis. Für uns war es ein wunderschöner Ort, um den Abend entspannt ausklingen zu lassen. Wir saßen dort bestimmt eineinhalb Stunden, was für uns mit Kindern nicht immer selbstverständlich ist.
Gerade solche kleinen Entdeckungen abseits der großen Sehenswürdigkeiten bleiben uns oft besonders in Erinnerung.

Unser Fazit zu Porto-Vecchio
Die Region rund um Porto-Vecchio hat uns vor allem durch ihre traumhaften Strände begeistert.
San Ciprianu, Cala Rossa, Palombaggia und Tamaricciu sind landschaftlich wunderschön und jeder Strand hat seinen eigenen Charakter.
Besonders gut gefallen hat uns, dass wir viele der Strände mit dem Fahrrad erreichen konnten. Dadurch waren wir unabhängig und konnten die Umgebung ganz anders erleben – ohne stressige Parkplatzsuche.
Allerdings sollte man die Höhenmeter und die sommerlichen Temperaturen nicht unterschätzen. Gerade die Fahrt zur Palombaggia war für uns mit Kindern und Fahrrädern durchaus anstrengend.
Für Familien, die gerne aktiv unterwegs sind, ist die Region rund um Porto-Vecchio aber eine tolle Ausgangsbasis. Die Kombination aus traumhaften Stränden, schönen Fahrradtouren, der Altstadt von Porto-Vecchio und einem tollen Campingplatz hat uns sehr gut gefallen.
Für uns war der Süden Korsikas definitiv einer der schönsten Abschnitte unserer Reise.
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