
Unsere Korsika-Reise begann nicht erst auf der Insel, sondern bereits einige Tage zuvor mit der Abholung unseres Wohnmobils.
Nachdem wir im vergangenen Jahr unsere erste große Wohnmobilreise nach Sardinien gemacht hatten, stand für uns schnell fest, dass wir wieder mit dem Camper losziehen möchten. Dieses Mal sollte es Korsika werden.
Am 2. Juli holten wir unser Wohnmobil beim Vermieter ab und räumten alles ein. Unser großer Sohn hatte am 3. Juli noch einen Ausflug mit seinem Kindergarten in München. Also fuhren wir zunächst dorthin, holten ihn am Nachmittag ab und starteten anschließend direkt Richtung Süden.
Wir hatten uns kein direktes Ziel vorgenommen und wollten einfach sehen, wie weit wir kommen. So landeten wir nach der ersten Etappe in Trient.
Unser erster Stellplatz oberhalb Trient
Mit der App Park4Night suchten wir uns unterwegs einen Stellplatz für die Nacht. Wir fanden schließlich einen Platz auf einer Anhöhe oberhalb von Trient.
Die Anfahrt führte teilweise steil und kurvig den Berg hinauf. Mit unserem 7,5 Meter langen Wohnmobil war die Strecke aber gut machbar.
Oben angekommen, wurden wir mit einer tollen Aussicht belohnt. In dieser Nacht waren wir komplett alleine und konnten die erste Nacht unserer Reise ruhig verbringen.
Der Stellplatz lag bei:
46°5.3′ N 11°9.7′ E
Am nächsten Morgen kamen allerdings bereits früh einige Autos, die dort parkten. Deshalb machten wir uns gegen halb acht wieder auf den Weg.
Frühstückspause in Trient
Für ein gemütliches Frühstück suchten wir uns einen Platz im Ort. Direkt bei einem Spielplatz und einem schönen Park mit Bachlauf fanden wir schließlich den perfekten Ort für eine Pause.
Während wir frühstückten, konnten die Kinder spielen und ein wenig herumtoben. Wir verbrachten noch etwas Zeit dort, bevor es weiter Richtung Süden und schließlich ans Meer ging.
Gerade mit kleinen Kindern sind solche Zwischenstopps für uns sehr wichtig. Eine lange Fahrt lässt sich deutlich entspannter bewältigen, wenn nicht nur die Kilometer zählen, sondern unterwegs auch Zeit zum Spielen und Entdecken bleibt.

Über Viareggio Richtung Meer
Im Laufe des Tages kamen wir bei Viareggio an und wollten vor der Weiterfahrt unbedingt noch die ersten Stunden am Meer verbringen.
Da wir unser Wasser aus Gewichtsgründen bei der Abfahrt nicht vollständig aufgefüllt hatten, suchten wir uns zunächst einen kleinen Campingplatz, auf dem wir unser Wasser auffüllen konnten. Danach ging es direkt an den Strand. Unser Wohnmobil konnten wir währenddessen auf dem Campingplatz stehen lassen.
Es war bereits einiges los, aber unsere Kinder genossen die Zeit im Sand sehr. Sie spielten, buddelten und konnten sich nach der langen Fahrt endlich richtig austoben.
Für uns war es ein schöner erster Vorgeschmack auf die kommenden Tage am Mittelmeer.
Nach einigen Stunden am Strand machten wir uns wieder auf den Weg zu unserem Übernachtungsplatz für die Nacht vor der Fährüberfahrt.
Übernachtung bei Il Tritone in Stagno
Für die Nacht vor der Fähre hatten wir uns bereits im Vorfeld einen Stellplatz bei der Pizzeria Il Tritone in Stagno ausgesucht.
Dort kann man auf einem großen Parkplatz vor der Pizzeria kostenlos mit dem Wohnmobil stehen. Für uns war der Platz ideal, da wir von dort aus nur etwa 10 bis 15 Minuten bis zum Fährhafen in Livorno hatten.
Die Pizza bei Il Tritone hat uns übrigens sehr gut geschmeckt.
Oberhalb der Pizzeria gibt es außerdem einen Park und einen Spielplatz. Für uns mit zwei kleinen Kindern war das natürlich optimal. Nach dem Essen konnten die Kinder noch spielen und wir hatten Gelegenheit, den langen Reisetag entspannt ausklingen zu lassen.
Am Abend wurde bei der Pizzeria außerdem eine Bühne aufgebaut. Eine Band spielte Live-Musik und so genossen wir noch einen wirklich schönen Abend, bevor es am nächsten Morgen auf die Fähre gehen sollte.
Mit der Fähre von Livorno nach Bastia
Unsere Fähre nach Bastia ging am nächsten Morgen um 8 Uhr.
Da wir nur eine kurze Strecke bis zum Hafen hatten, war die Lage unserer Übernachtung bei Il Tritone für uns perfekt. Um 5:30 Uhr klingelte der Wecker, sodass wir – wie empfohlen – etwa zwei Stunden vor der Abfahrt am Hafen waren.
Die Überfahrt nach Bastia dauerte ungefähr viereinhalb Stunden. Wir waren mit Moby Lines unterwegs.
Unsere Fährverbindungen buchen wir übrigens immer über Direct Ferries. Das Portal vergleicht Fährverbindungen verschiedener Reedereien – wir haben auf dieser Seite immer die besten Preise gefunden.
Für unsere Kinder war die Überfahrt insgesamt problemlos. An Bord gibt es einen Kinderbereich, den wir immer wieder besuchten.
Nehmt euch unbedingt ausreichend Essen und Getränke für die Überfahrt mit an Bord. Das Angebot auf der Fähre ist zwar vorhanden, allerdings fanden wir das Essen im Restaurant recht teuer und nicht besonders lecker.
Denkt eventuell auch an lange Kleidung. Durch den Wind kann es auf der Fähre etwas frisch werden.

Ankunft in Bastia – Achtung bei den Tunneln
Gegen 13 Uhr kamen wir dann in Bastia an.
Die Fahrt aus dem Hafen und durch die Stadt führt durch einige höhenbegrenzte Tunnel. Hier muss man mit einem Wohnmobil besonders aufmerksam sein. Die Spur rechts daneben umfährt diese Tunnel und ist für höhere Fahrzeuge ausgelegt.
Wenn man davon weiß und auf die Beschilderung achtet, ist das aber kein Problem. Für uns war es einfach hilfreich, diese Besonderheit vorher zu kennen.
Von Bastia aus machten wir uns schließlich auf den Weg Richtung Solenzara an der Ostküste.
Wir wollten zunächst in Ruhe auf Korsika ankommen und die berühmten Strände der Ostküste kennenlernen. Unser erster Campingplatz auf der Insel sollte der Campingplatz Côte des Nacres werden.
Unser Fazit zur Anreise nach Korsika
Die Anreise nach Korsika ist natürlich lang. Gerade mit kleinen Kindern ist es deshalb aus unserer Sicht sinnvoll, die Strecke nicht an einem Stück durchzufahren.
Für uns hat es sich bewährt, die Anreise in mehrere Etappen aufzuteilen und unterwegs immer wieder Pausen einzubauen. Der Zwischenstopp in Trient, das Frühstück am Spielplatz und der erste Strandtag bei Viareggio haben die lange Strecke deutlich angenehmer gemacht.
Auch die Übernachtung bei Il Tritone in Stagno war für uns ideal. Die Nähe zum Hafen, die leckere Pizza, der Spielplatz und die Live-Musik machten den Abend zu einem schönen Abschluss unserer Anreise.
Die Fährüberfahrt mit Moby Lines war mit unseren Kindern problemlos machbar. Mit ausreichend Essen und Getränken, etwas Unterhaltung und wettergerechter Kleidung lässt sich die Zeit an Bord gut überbrücken.
Wir buchen unsere Fährfahrten übrigens immer über Direct Ferries. Dort finden wir bislang immer die besten Preise.
Nach der Ankunft in Bastia fühlte sich die Reise dann endlich richtig nach Urlaub an.
Vor uns lagen elf Tage Korsika.
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