
Während unserer Sardinien-Rundreise führte uns die Route von Alghero entlang der Westküste nach Bosa. Schon die Fahrt dorthin war ein Highlight für sich. Immer wieder eröffneten sich wunderschöne Ausblicke auf das Meer. Auf der einen Seite grüne Hügel, auf der anderen kleine Buchten mit türkisblauem Wasser – allein für diese Küstenstraße lohnt sich der Weg.
Ursprünglich hatten wir Bosa vor allem als praktischen Zwischenstopp eingeplant. Vor Ort waren wir jedoch schnell begeistert. Die bunten Häuser entlang des Flusses, die Burg auf dem Hügel und die entspannte Atmosphäre verleihen dem Ort einen ganz besonderen Charme.
Wir waren mit zwei kleinen Kindern (4 Jahre und 1,5 Jahre) unterwegs und haben Bosa bei einem Tagesstopp erkundet.
Anreise und Parken mit dem Wohnmobil
Unser Wohnmobil haben wir außerhalb des Zentrums auf einem Stellplatz abgestellt, den wir über Park4Night gefunden hatten. Von dort aus fuhren wir mit den Rädern in die Stadt.
Schon auf dem Weg ins Zentrum fällt auf, was Bosa so besonders macht.
Entlang des Flusses reihen sich zahlreiche farbenfrohe Häuser aneinander. Die Fassaden leuchten in Gelb-, Rosa-, Orange- und Blautönen und verleihen der Stadt einen ganz eigenen Charakter.
Den historischen Ortskern durften wir allerdings nicht mit den Fahrrädern befahren, so dass wir unseren Anhänger zum Kindewagen umbauten und die Gassen zu Fuß erkundeten.
Durch die Altstadt Richtung Burg
Unser Ziel war die Burg oberhalb der Stadt. Der Weg nach oben ist recht kurz, dafür etwas steiler. Der Aufstieg lohnt sich aber schon allein wegen der Ausblicks.
Mit jedem Höhenmeter wird der Blick über die Dächer der Stadt und den Fluss beeindruckender.
Wir selbst haben die Burg nicht besichtigt, sondern die Aussicht rund um den Bereich der Burgmauern genossen. Für uns war das definitiv das Highlight des Besuchs. Wer gerne fotografiert, findet hier zahlreiche schöne Motive.

Unterwegs mit Kinderwagen
Nach unserem Aufenthalt auf dem Hügel wählten wir für den Rückweg eine andere Route. Diese führte teilweise über Treppen und schmale Wege. An einigen Stellen mussten wir den Kinderwagen tragen. Das war zwar machbar, sollte bei der Planung aber berücksichtigt werden.
Wer mit sehr kleinen Kindern unterwegs ist, profitiert hier von einer Trage.
Warum uns Bosa gefallen hat
Bosa wirkt deutlich ruhiger als viele bekanntere Orte Sardiniens.
Es gibt keine großen Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt abhaken muss. Stattdessen lebt die Stadt von ihrem Charme, ihren Farben und ihrer entspannten Atmosphäre. Gerade deshalb hat uns der Besuch so gut gefallen. Man kann einfach durch die Gassen schlendern, den Blick auf den Fluss genießen und das sardische Leben beobachten.
Unser Fazit
Bosa war für uns definitiv einen Zwischenstopp wert. Die bunten Häuser entlang des Flusses, die erhöhte Lage der Burg und die entspannte Atmosphäre machen den Ort zu einem besonderen Ziel an der Westküste Sardiniens.
Besonders gefallen hat uns, dass Bosa trotz seiner Schönheit angenehm ruhig und authentisch wirkt. Statt großer Sehenswürdigkeiten steht hier das entspannte Schlendern durch die Gassen und das Genießen der Aussicht im Vordergrund.
Wer zwischen Alghero und dem Süden der Westküste unterwegs ist, sollte Bosa unbedingt in seine Route einbauen.
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