
In 15 Tagen erkundeten wir auf unserer Familien-Rundreise verschiedene Regionen in Kroatien und Slowenien – mit unserem damals 2-jährigen Kind und ich im 8. Monat schwanger.
Wir waren mit dem eigenen Auto unterwegs und haben bewusst viele unterschiedliche Stopps eingeplant: Berge, Seen, Küste, Städte und Nationalparks.
Rückblickend war es genau diese Mischung aus Flexibilität, Natur und kurzen Etappen, die die Reise so besonders gemacht hat.
1. Bohinj See (Slowenien) – ruhiger Start zwischen Bergen und Wasser
Unsere Reise begann am Bohinj See in Slowenien.
Am frühen Morgen kamen wir dort an – es war ruhig, kaum Menschen unterwegs, und über dem See lag noch etwas Nebel, die Umgebung spiegelten sich im Wasser. Ein perfekter Einstieg in die Reise.Auf unserer Slowenien-Reise ein Jahr zuvor haben wir schon den Bohinj See besucht. Die Landschaft hatte uns damals so beeindruckt, dass wir auch diese Reise genau hier beginnen wollten.
Unsere Unterkunft, das InGreen House (Link) lag in Bohinjska Bela, nahe dem Bleder See. Es gibt dort einen kleinen Spielplatz und Pool im Garten und sogar einen direkten Zugang zu einem Fluss unterhalb des Hauses. Man erreicht ihn über einen kleinen Trampelpfad, und allein das glasklare Wasser macht den kurzen, teils etwas steilen Abstieg lohnenswert. <Wasser, Steine, Kinder – das passt einfach.
Am Nachmittag radelten wir zum Bleder See, gönnten uns ein Eis und ließen den ersten Reisetag entspannt ausklingen.

2. Ika bei Opatija – erste Tage an der Adria
In Ika bei Opatija haben wir drei Nächte verbracht und freuten uns jetzt auf das Meer.
Unsere Unterkunft lag etwas oberhalb mit wunderschönem Blick auf die Adria. – das heißt, baden im Pool und frühstücken mit super Aussicht!
Über eine lange Treppe gelangten wir direkt zur Promenade, die sich kilometerweit entlang der Küste zieht. Von dort aus kann man sowohl Richtung Opatija als auch in die entgegengesetzte Richtung spazieren.
Besonders der Weg nach Opatija hat uns gut gefallen. Die Promenade führt vorbei an schönen Anlagen, kleinen Cafés und einigen Badestellen am Meer. Gerade am Abend, wenn die Sonne langsam untergeht, haben wir die besondere Atmosphäre dort sehr genossen
Aber auch die andere Richtung lohnt sich. Dort entdeckten wir kleine Restaurants, Spielplätze, schöne Aussichtspunkte und eine Eisdiele, in der wir Schutz vor einem plötzlichen Regenschauer fanden.
Die gesamte Promenade ist sehr gut mit dem Kinderwagen befahrbar und eignet sich perfekt für entspannte Spaziergänge mit Kindern.
3. Šibenik – Regen, Insel Murter und flexible Reisetage
In Šibenik waren wir drei Nächte – allerdings bei recht wechselhaftem Wetter.
Schon auf dem Weg auf die Insel Murter wurden wir von einem Gewitter überrascht.
Als die Sonne dann aber durchkam, konnten wir am Beach Podvrške baden – das Wasser dort war unglaublich klar.
Anschließend holten wir unsere Räder und fuhren an der Küste entlang in den Ort. Die Kombination aus Meerblick, der hügeligen Landschaft und den ersten Sonnenstrahlen nach dem Gewitter machte die Fahrt zu einem echten Highlight des Tages.


Am Abend erreichten wir schließlich unsere Unterkunft in Šibenik.
Am nächsten Morgen stand direkt einer der bekanntesten Ausflüge der Region auf dem Programm: der Krka Nationalpark. Über den Link kommt ihr zum Krka–Artikel.. (Link)
Nach unserer Rückkehr spazierten wir runter zur Altstadt von Šibenik, die uns wirklich sehr gut gefallen hat. Es gibt viele Restaurants und Bars, verwinkelte Gassen und eine Promenade am Meer.
Bekannt ist Šibenik auch für seine Festung, die hoch über der Stadt thront. Auch ohne Besuch fällt die Festung sofort ins Auge und verleiht dem Ort einen ganz besonderen Charakter.
Am folgenden Tag unternahmen wir eine Radtour zum Rezaliste Beach. Es gibt dort einen kleinen Spielplatz und einen weitläufigen Strand. Allerdings blies der Wind an diesem Tag so stark, dass wir unseren Aufenthalt früher als geplant beendeten und stattdessen einen Abstecher in ein Shoppingcenter machten.
Trotz des wechselhaften Wetters mit Regen und Wind war Šibenik für uns ein vielseitiger Stopp, den wir immer wieder in unsere Reiseroute aufnehmen würden.
4. Omiš – spontaner Stopp mit Überraschungspotenzial
Omiš lag eigentlich nur auf unserem Weg nach Makarska. Da unser Sohn eine Pause brauchte, beschlossen wir spontan, etwas mehr Zeit vor Ort zu verbringen.
Rückblickend war das eine sehr gute Entscheidung.
Zunächst wanderten wir hinauf zur Festung Fortica. Der Weg ist zwar stellenweise etwas steiler, die Aussicht auf Omiš, die Küste und die Mündung des Cetina-Flusses entschädigen jedoch für die Mühe.
Nach einer Stärkung in der Altstadt machten wir noch eine Bootsfahrt durch den Cetina-Canyon. Wir genossen die ruhige Atmosphäre auf dem Fluss und die Ausblicke auf die beeindruckenden Felswände.


Gerade diese Mischung aus Natur, Bewegung und entspanntem Stadtbummel machte Omiš für uns zu einem der schönsten spontanen Stopps der gesamten Reise.
Mehr dazu im Artikel Omiš mit Kind.
5. Makarska – Erholung & Biokovo-Skywalk als Highlight
Nach unserem spontanen Stopp in Omiš erreichten wir schließlich Makarska, den südlichsten Punkt unserer Rundreise. Da wir uns vorab intensiv mit der Region beschäftigt hatten, waren unsere Erwartungen entsprechend hoch. So viel vorab: Wir wären gerne noch länger geblieben.
Nach den eher wechselhaften Tagen in Šibenik zeigte sich das Wetter wieder von seiner besten Seite. Wir genossen die Sonne, verbrachten Zeit am Meer und schlenderten an der Promenade.
Unser Ausflug zum Nugal Beach war landschaftlich wunderschön, aber durch die Entscheidung für den Fahrradanhänger auch sehr anstrengend.

Das absolute Highlight war der Ausflug ins Biokovo-Gebirge mit Skywalk – einer der eindrücklichsten Momente der gesamten Reise. Mehr dazu erfahrt ihr hier.
Makarska war für uns einer dieser Orte, an denen man sich schnell wohlfühlt und an denen drei Nächte fast etwas zu wenig erscheinen.
6. Zadar – Fahrräder, Altstadt und Meeresorgel
Nach einigen entspannten Tagen in Makarska führte uns unsere Reise weiter nach Zadar.
Ehrlich gesagt hatten wir an diesen Stopp zunächst keine besonders hohen Erwartungen. Zadar passte gut in unsere Reiseroute und war vor allem eine praktische Entscheidung. Letztendlich waren wir positiv überrascht und haben uns in dieser Stadt sehr wohl gefühlt.
Unsere Unterkunft lag etwas außerhalb der Altstadt, weshalb wir die Strecke jeden Tag mit dem Fahrrad zurücklegten. Das funktionierte hervorragend und ersparte uns die Parkplatzsuche.
Die Altstadt auf der Halbinsel war besonders am Abend unglaublich schön.
Ein Highlight war für uns die Meeresorgel, die durch Wellen Musik erzeugt – ein sehr besonderes Erlebnis direkt am Wasser, gerade auch für unseren Sohn.
Mehr zu unseren Erfahrungen findet ihr im Artikel Zadar mit Kind.
7. Senj – Wanderung zum Schiffswrack
Senj war für uns in erster Linie ein praktischer Zwischenstopp auf dem Weg zu den Plitvicer Seen – entwickelt sich aber rückblickend zu einem besonderen Abschluss unserer Zeit an der Adriaküste.
Im Vorfeld hatten wir eine Wanderung in der Nähe von Senj zu einem Schiffswrack entdeckt, die wir unbedingt selbst erleben wollten. Gleichzeitig lag Senj ideal, um am nächsten Morgen früh in Richtung Plitvicer Seen aufzubrechen.

Die Tour startet im kleinen Ort Jablanca. Von dort führt ein Schotterweg direkt entlang der Küste, immer mit schönen Ausblicken auf das Meer.
Am Ende der Wanderung erreicht man das Schiffswrack, das direkt im türkisblauen Wasser liegt. Die Umgebung und Atmosphäre an diesem Ort hat uns sehr gefallen.
Für den Rückweg wählten wir eine alternative Route über den Hügel. Von dort hatten wir noch einmal einen wunderschönen Blick über die Küste und das Meer, bevor wir wieder zurück zum Ausgangspunkt gelangten.
Am Nachmittag fuhren wir weiter zu unserer Unterkunft in Senj und verbrachten den Abend entspannt am Wasser. Eine kleine Pizzeria direkt im Ort wurde dabei zu unserem perfekten Abschluss dieses Reisetages.
Mehr Infos zu diesem Ausflug findet ihr hier.
8. Plitvicer Seen – früh starten lohnt sich
Die Plitvicer Seen waren für uns eines der größten landschaftlichen Highlights der gesamten Reise.
Da wir bereits im Vorfeld oft von den großen Besuchermengen gelesen hatten, klingelte unser Wecker an diesem Tag bereits gegen 5 Uhr morgens. Rückblickend würden wir das genauso wieder machen.
Vom Eingang 1 aus nutzten wir zunächst den Zug des Nationalparks, bevor wir unsere Route durch die Seenlandschaft starteten. Allein die Zugfahrt war für unseren Sohn schon ein kleines Abenteuer.
Die vielen Wasserfälle, türkisfarbenen Seen und Holzstege haben uns wirklich beeindruckt. Hinter jeder Kurve wartete gefühlt schon das nächste Fotomotiv, sodass der Weg nie langweilig wurde.
Im Laufe des Vormittags merkten wir jedoch deutlich, wie sich der Park immer weiter füllte. Während es am frühen Morgen noch angenehm ruhig war, wurden die Wege zunehmend voller und an beliebten Aussichtspunkten bildeten sich teilweise kleine Warteschlangen für Fotos.
Trotzdem gehören die Plitvicr Seen für uns zu den schönsten Orten, die wir auf dieser Reise besucht haben. Die frühe Anreise hat sich absolut gelohnt und wir würden den Nationalpark jederzeit wieder in unsere Reiseroute aufnehmen.

Fazit – unsere Kroatien Rundreise mit Kind
Vor unserer Reise haben wir viel Zeit damit verbracht, mögliche Routen zu vergleichen, Reiseberichte zu lesen und zu überlegen, welche Orte wir mit einem 2-jährigen Kind und während einer Schwangerschaft realistisch besuchen können.
Rückblickend würden wir die Route nahezu genauso wieder planen.
Besonders wichtig war uns, möglichst viel Natur zu erleben – und genau das haben wir auf dieser Reise gefunden. Vom ruhigen Bohinj See in Slowenien über die Küstenlandschaften an der Adria bis hin zu den Wasserfällen in den Nationalparks und den Ausblicken im Biokovo-Gebirge haben wir eine beeindruckende Vielfalt an Landschaften erlebt.
Natürlich lief nicht alles perfekt. Mal spielte das Wetter nicht mit, an anderen Tagen waren spontane Planänderungen nötig. Doch genau diese Mischung aus Planung und Flexibilität macht für uns einen gelungenen Roadtrip aus.
Auch mit Kleinkind hat die Reise erstaunlich gut funktioniert. Die einzelnen Etappen waren überschaubar, es gab genügend Möglichkeiten für Pausen und viele unserer Ausflüge konnten wir problemlos als Familie unternehmen.
Und: Gerade mit Kindern haben wir gelernt, dass nicht immer die bekanntesten Sehenswürdigkeiten die schönsten Erinnerungen hinterlassen.
Ein etwas größeres Auto schadet bei einer solchen Rundreise sicher nicht – besonders mit Kindergepäck, Fahrrädern und Dachbox. Trotzdem war die Reise auch mit unserem Skoda Octavia gut machbar.
Wenn wir heute auf diese zwei Wochen zurückblicken, denken wir vor allem an die vielen unterschiedlichen Eindrücke, die wir unterwegs sammeln durften: Berge, Seen, Küstenorte, Nationalparks und ganz viel Meer.
Für uns war diese Rundreise die perfekte Mischung aus Natur, Erholung und Entdecken – und wir würden sie jederzeit wieder so planen.
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