
Eine ungeplante Wanderung
Eigentlich hatten wir uns diesen Tag deutlich entspannter vorgestellt. Unser Plan war, mit der Gabühelbahn auf den Berg zu fahren und von dort aus einige der familienfreundlichen Wege rund um die Alm zu erkunden.
Als wir an der Talstation ankamen, mussten wir jedoch feststellen, dass die Bahn erst eine Woche später ihren Sommerbetrieb aufnehmen würde. Kurz überlegten wir, ob wir unser Tagesprogramm ändern sollten. Die Umgebung sah jedoch so einladend aus, dass wir beschlossen, die Gabühelalm einfach zu Fuß zu erreichen.
Rückblickend war genau das die richtige Entscheidung.
Der Aufstieg zur Gabühelalm
Der Weg beginnt zunächst auf einem Fahrweg und führt in mehreren Serpentinen bergauf. Schon nach kurzer Zeit öffnet sich der Blick auf die umliegenden Wiesen und die ersten Almen.
Unser jüngster Sohn durfte die Tour in der Kraxe genießen, während unser Großer die gesamte Strecke selbst lief. Gerade deshalb waren wir gespannt, wie weit seine Motivation reichen würde.
Mit zunehmender Höhe wurde der Weg immer schöner. Die Route führte vorbei an Kühen, durch blühende Wiesen und später durch schattige Waldabschnitte. Immer wieder boten sich schöne Ausblicke auf die umliegenden Berge. Obwohl die Tour mit rund 440 Höhenmetern durchaus einige Anstiege bereithält, empfanden wir sie nie als besonders schwierig. Durch die abwechslungsreiche Landschaft verging die Zeit erstaunlich schnell.
Nach knapp zwei Stunden erreichten wir schließlich unser Ziel.

Bergsee, Spielplatz und beeindruckendes Panorama
Oben angekommen wurden wir sogleich für den Aufstieg belohnt.
Direkt bei der Gabühelalm befindet sich ein schöner Spielplatz, der von unseren Kinder natürlich sofort in Beschlag genommen wurde. Während sie loszogen, genossen wir zunächst die Bergkulisse. Wenige Schritte weiter liegt ein kleiner Bergsee, der von den umliegenden Gipfeln eingerahmt wird. Das Panorama ist beeindruckend. Die beiden Hunde der Gabühelalm haben uns auf den kurzen Weg zum See begleitet und spielten mit den Kindern Ball.
Zurück an der Alm gönnten wir uns frische Getränke und eine Kleinigkeit zu Essen.
Unser Highlight: der Schaukelpark
Frisch gestärkt machten wir uns auf zu einer weiteren Attraktion, die uns besonders gut gefallen hat. Ein Stück oberhalb der Alm liegt ein großer Schaukelpark. Er besteht aus mehreren Schaukeln und Kletterpacours, die an verschiedenen Aussichtspunkten aufgebaut wurden. Die Anlage entpuppte sich schnell als ein Highlight des Tages.
Während man schaukelt, schweift der Blick über die umliegenden Berge und das Steinerne Meer. Besonders bei schönem Wetter entsteht hier ein Panorama, das man so schnell nicht vergisst.
Über den Panoramaweg zurück ins Tal
Für den Rückweg entschieden wir uns nicht für die Aufstiegsroute, sondern für eine abwechslungsreiche Rundtour über Grünegg.
Der Panoramaweg machte seinem Namen alle Ehre. Immer wieder eröffneten sich weite Ausblicke auf die umliegende Berglandschaft. Gleichzeitig führte die Strecke durch Almwiesen und kleinere Waldstücke, sodass die Wanderung abwechslungsreich blieb. Insgesamt legten wir an diesem Tag rund elf Kilometer zurück.
Gegen Ende der Tour merkte man unserem Großen die Anstrengung deutlich an. Die vielen Höhenmeter und die lange Strecke hatten Kraft gekostet. Viel länger hätte die Wanderung auch nicht dauern dürfen. Umso stolzer waren wir – und auch er, als wir schließlich wieder im Tal ankamen und feststellen konnten, dass er die gesamte Tour aus eigener Kraft gemeistert hatte.
Gabühelalm auf einen Blick
| Ort | Dienten |
| Dauer | ca. 6 Stunden inkl. vielen Pausen |
| Strecke | 11 km Roundtour, kann abgekürzt werden – Parken am Filzensattel |
| Höhenmeter | 440 hm |
| Schwierigkeit | mittel |
| geeignet für | Familien mit etwas Kondition |
| Kinderwagen | nicht geeignet |
| Einkehr | Gabühelalm und Grünegg Alm |
| Highlights | Bergsee, Spielplatz, Schaukelpark, Panoramaweg |
| Hochkönig Card | Gabühelbahn inklusive |

Unser Fazit zur Gabühelalm mit Kindern
Die Wanderung zur Gabühelalm gehört für uns zu den schönsten Touren unseres Aufenthalts in Maria Alm.
Der Weg bietet genau die richtige Mischung aus Bewegung, Natur und familienfreundlichen Attraktionen. Besonders gefallen haben uns die abwechslungsreiche Strecke, der kleine Bergsee und der außergewöhnliche Schaukelpark mit seinen fantastischen Ausblicken.
Obwohl wir die Wanderung ursprünglich gar nicht geplant hatten, wurde sie zu einem der schönsten Erlebnisse unseres Urlaubs. Und mal ehrlich – nach ein bisschen Anstrengung schmeckt das Radler oben auf der Hütte doch gleich doppelt so gut.