
Die Anreise nach Sardinien ist für viele Familien ein wichtiger Teil der Reiseplanung. Auch für uns war die Fährverbindung ein zentraler Punkt unserer Wohnmobil-Rundreise mit zwei kleinen Kindern (4 Jahre und 1,5 Jahre).
Wir sind die Strecke Livorno – Sardinien gefahren und haben die Hin- und Rückfahrt unterschiedlich erlebt – inklusive eines kleinen Planungsfehlers, der uns beinahe die Fähre gekostet hätte.
Unser erster Urlaub mit dem Wohnmobil
Unsere Sardinien-Reise begann mit der Übernahme unseres gemieteten Wohnmobils. Nachdem alles eingeräumt war, machten wir uns am Nachmittag direkt auf den Weg Richtung Süden. Einen ersten Stopp legten wir am Seehamer See ein, wo die Kinder spielen konnten und wir zu Abend aßen.
Da wir nicht wussten, wie weit wir am ersten Tag kommen würden, fuhren wir einfach los und suchten uns am späten Abend einen Übernachtungsplatz. Uns hat hier die App „Park4night“ gut geholfen. Gegen Mitternacht fanden wir schließlich einen Parkplatz am Bahnhof in Sterzing. Die vorbeifahrenden Züge sorgten zwar für eine eher unruhige Nacht, trotzdem war die erste Übernachtung im Wohnmobil für uns alle etwas Besonderes.
Zwischenstopp in Bozen
Am nächsten Tag ging es weiter nach Bozen. Dort parkten wir das Wohnmobil etwas außerhalb und fuhren mit den Fahrrädern entlang des Flusses in die Stadt. Besonders gut gefallen hat uns die Fahrt mit der Rittner Seilbahn. Oben angekommen machten wir einen kleinen Spaziergang durch den Wald und gönnten uns ein Eis, bevor wir unsere Reise fortsetzten.


Eine Nacht am Gardasee und dann weiter nach Ameglia
Unser nächster Stopp war Desenzano am Gardasee. Dort verbrachten wir eine Nacht auf einem Campingplatz, bevor wir am folgenden Tag weiter Richtung Livorno fuhren. Als letzten Zwischenstopp vor der Fähre entschieden wir uns für einen kleinen Campingplatz bei Ameglia direkt an einem Hafen.
Als wir ankamen, regnete es zunächst. Trotzdem machten wir uns in Regenkleidung auf den Weg Richtung Meer. Nach und nach klarte der Himmel auf und die Sonne kam heraus. Die Kinder kletterten auf den Steinen herum, während wir die besondere Landschaft genossen: grüne Hügel im Hintergrund, ein breiter Sandstrand und dazwischen der Fluss, der ins Meer mündet. Am Abend grillten wir am Wohnmobil und freuten uns auf den nächsten Reisetag.
Unser Fährmissgeschick und die Überfahrt
Doch kurz vor dem Schlafengehen kam die Überraschung: Wir wollten noch einmal die Abfahrtszeit der Fähre prüfen und stellten fest, dass wir uns im Datum geirrt hatten. Die Fähre sollte nicht am nächsten Abend, sondern bereits in einer halben Stunde ablegen.
Obwohl uns sofort klar war, dass wir es unmöglich rechtzeitig schaffen würden, machten wir uns auf den Weg Richtung Hafen von Livorno. Schlafen hätten wir in dieser Nacht ohnehin nicht mehr können. Ein Mitarbeiter am Hafentor beruhigte uns und empfahl, direkt vor dem Gelände zu übernachten und am nächsten Morgen eine Umbuchung zu beantragen.
Glücklicherweise verlief alles unkompliziert. Für 33 Euro konnten wir unsere Überfahrt auf die nächste verfügbare Fähre umbuchen. Statt einer Nachtfahrt stand uns nun eine rund neuneinhalbstündige Tagesfahrt nach Olbia bevor.
Mit zwei kleinen Kindern war das durchaus eine kleine Herausforderung. Gleichzeitig war es unsere erste Reise auf einem so großen Schiff, sodass die Kinder viel zu entdecken hatten. Wir verbrachten Zeit im Spielbereich, erkundeten das Außendeck, das sogar ein kleinen Pool hatte und beobachteten das Meer. Besonders froh waren wir über die gebuchte Kabine, in die wir uns während des Mittagsschlafs unseres jüngeren Sohnes zurückziehen konnten.
Am Abend erreichten wir schließlich Olbia und damit den Startpunkt unserer Sardinien-Rundreise.
Unser Fazit
Die Strecke ab Regensburg war mit den geplanten drei Tagen Anreise gut machbar. Die Fähre nach Sardinien war für uns ein spannender und insgesamt gut funktionierender Teil der Reise.
Trotz unseres kleinen Missgeschicks hat am Ende alles geklappt – und wir konnten sowohl die An- als auch die Rückreise gut bewältigen.
Mit Kindern ist die Fähre absolut machbar – und eine Nachtfahrt mit Kabine ist dabei die angenehmste Variante. Es gibt Restaurants an Board, wir würden für den kleinen Hunger zwischendurch dennoch empfehlen, Brotzeit und Getränke mit an Board zu nehmen.
Die Überfahrt selbst ist nicht nur Transport, sondern bereits Teil des Urlaubs und ein echtes Highlight, gerade für die Kinder.
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